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Kalk in der Brust - was ist das?

Kalk

Kalk kommt in der  Brust sehr häufig vor, zumeist ist er gutartig und harmlos. Verkalkungen sind in Gefäßwänden, in eingedicktem Sekret der Milchgänge, an Zellen und im Bindegewebe möglich.

Der gute Radiologe kann in den meisten Fällen gutartige von bösartigen Verkalkungen unterscheiden. Es bleibt aber eine %u201EGrauzone%u201C, wo dies nicht oder nur bedingt möglich ist. In diesen Fällen muß operiert oder gezielt punktiert werden (digitale stereotaktische Biopsieeinrichtung - Senovision).

Verkalkungen, die in aller Regel feingeweblich nicht abgeklärt werden müssen:

  • Gefäßverkalkungen kommen relativ häufig in der Brustdrüse selbst bei jüngeren Frauen vor und sind an ihrer typische Doppelkontur zu erkennen. In diesen Fällen wäre es sinnvoll, eine Stoffwechselstörung, wie Zuckerkrankheit und eine Überproduktion von Cholesterin im Blut, auszuschließen.
  • Grobschollige Kalkablagerungen werden oft in gutartigen Knoten, wie Fibroadenomen oder Papillomen angetroffen. Die Papillome wachsen in den Milchgängen oder in Zysten, Fibroadenome entstehen aus normalem Brustgewebe. In Fibroadenomen und Papillomen können auch Mikroverkalkungen auftreten, besonders im Anfangsstadium der Verkalkungen. Sie haben dann Ähnlichkeit mit bösartigem Kalk.
  • Grobschollige Verkalkungen finden sich auch bei manchen Hauterkrankungen wie Akne. Verkalken können auch kleine Zysten, flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Bereich der Drüsenläppchen, die sekundär Kalk einlagern können.
  • Punktförmige, diffuse und auch gruppiert auftretende Mikroverkalkungen sind eine sehr häufige Begleiterscheinung bei der sogen.  Mastopathie. Die Verkalkungen sind eher rosettenförmig angeordnet und dadurch gut von bösartigen Kalkablagerungen zu unterscheiden. Nur selten muß die Verkalkung durch Punktion oder Operation weiter abgeklärt und von einem bösartigen Prozeß differenziert werden. Im übrigen sind Kontrollen in bestimmten Abständen ausreichend.


Verkalkungen, die feingeweblich untersucht werden müssen:

  • 50% aller bösartigen Tumoren fallen in ihrer Vorstufe oder Frühform durch Verkalkungen auf. Diese können punktförmig, linienförmig und auch sehr unregelmäßig strukturiert auftreten, meistens in einem umschriebenen Areal der Brustdrüse. Häufig fallen sie erst im Verlauf bzw. im Vergleich mit früheren Aufnahmen als verdächtig auf. Diese bösartigen Verkalkungen sind nur mammographisch zu erkennen, im Ultraschall oder bei der Kernspintomographie dagegen sind sie nicht zu entdecken. Aus diesem Grund ist eine Vorsorge-Untersuchung nur mammographisch möglich, die übrigen Verfahren sind wertvolle Ergänzungen.
  • Tritt bösartiger Kalk auf, so muß dieser abgeklärt werden. Dies ist einmal möglich durch eine gezielte Punktion oder durch eine offene Operation. In jedem Fall muß die Region genau getroffen werden, was entweder ein spezielles Gerät voraussetzt (siehe Senovision) oder der Radiologe muß dem Operateur die Stelle, wo der Kalk liegt, genau angeben. Dies geschieht mit Hilfe von Spezialgeräten, mit deren Hilfe ein Metallfaden neben das verkalkte Areal plaziert wird. Um zu wissen, ob alle Verkalkungen aus der Brust entfernt worden sind, wird das entnommene Gewebe bevor es zum Pathologen geschickt wird, geröntgt (Präparat-Radiogramm) und dem Pathologen genau markiert, wo sich der Kalk befindet. Ist man sich nicht sicher, ob der gesamte Kalk entfernt worden ist, empfiehlt sich eine Kontroll-Mammographie in 3 bis 6 Monaten nach dem Eingriff oder aber - wenn es sich um einen bösartigen  Prozeß handelt - unmittelbar nach der Operation.
  • Die durch Verkalkungen aufgefallenen Tumoren haben meistens eine sehr gute  Heilungschance, besonders, wenn sie früh entdeckt werden.In aller Regel kann die Brust in diesen Fällen erhalten werden, besonders wenn nur eine kleine Stelle bösartig  ist und nicht mehrere Gewebsbezirke in der Brust.

Mikrokalk in der Brust ist also ein wichtiges Frühzeichen für Krebs. Doch nicht jeder Kalk in der Brust ist tumorverdächtig, im Gegenteil, die wenigsten Verkalkungen sind bösartig und wenn alle scheinbar bösartigen Verkalkungen operativ entfernt und feingeweblich untersucht werden, so sind hiervon immerhin noch zwei Drittel gutartig.

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