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IMZE - Institut für Mammadiagnostik

Brustkrebs - was ist das?

Die Feinstruktur

Im Gegensatz zur atypisch proliferierenden Mastopathie und den Krebsvorstufen (in situ-Karzinom) wuchern beim Krebs in den Milchgängen und Drüsenläppchen Tumorzellen, die sich von gesunden Zellen durch eine unterschiedliche Größe, wechselnde plumpe bis bizarre Form und Färbung unterscheiden, sich unterschiedlich rasch teilen und vermehren und die Grenzlinie zum umgebenden Drüsengewebe (Basalmembran) durchbrechen und die Umgebung durchsetzen (infiltrierendes bzw. invasives Karzinom).

Für den Pathologen heißt Krebsdiagnostik, das Abnormale oder Atypische im Bukett des »Paranormalen« zu erkennen. Das Wesen des bösartigen Prozesses offenbart sich im Aussehen der Zellen, in der anarchischen Auflösung der zellulären Ordnung, im zerstörerischen Wachstum und im Durchbruch begrenzender Membranen. Aber auch im Reagieren des Organismus durch zelluläre Abschirmung und Mobilisierung von Zellen, die dem Immunsystem angehören.

Keines der Indizien ist für sich allein Beweis und nicht einmal die Gesamtheit der Indizien beweist unumstößlich die bösartige, d.h. lebenszerstörende Natur einer geweblichen Neubildung. Auch gutartige Wucherungen sind infiltrationsfähig, auch nicht krebsige Zellen vermögen Basalmembranen zu durchdringen und dem Aussehen nach relativ »gutartig« erscheinende Tumorzellen erweisen sich insofern als bösartig, als sie Fernmetastasen setzen.

Mehr als 99%o der »Indizienurteile« des Pathologen stimmen, lediglich ein kleiner Rest bleibt im Zweifelhaften, stößt an die Grenzen der diagnostischen Möglichkeiten.

Auffallend viele Frauen glauben, wenn ihr Krebsleiden geheilt worden ist, der Pathologe habe sich geirrt: Er hat sich nicht geirrt. Der Organismus ist mit der Krebskrankheit fertig geworden.

Zunächst aber zurück zur Feinstruktur. Die Tumorzellverbände breiten sich sowohl in den Milchgängen und Drüsenläppchen als auch - nach Zerstörung der Basalmembran - im umgebenden Gewebe aus. Sie zerstören dieses und erreichen durch ihr wildes, vom Körper nicht gesteuertes Wachstum Blutgefäße und Lymphbahnen, in die sie ebenfalls einbrechen. Auf diese Weise gelangen Krebszellen in den übrigen Körper und bilden dort möglicherweise Metastasen in den Lymphknoten oder in entfernteren Organen wie Leber und Knochen, wenn die Körperabwehr mit ihnen nicht fertig wird.

80% aller bösartigen Tumoren haben sich unabhängig von ihrer späteren Form und ihrem Wachstum Jahrzehnte vor der klinischen Nachweisbarkeit aus den Zellen der Milchgänge entwickelt der Rest stammt aus den Zellen der Drüsenläppchen.

Unabhängig hiervon gibt es zellarme und zellreiche Tumoren, die sich in bestimmten auch für die Früherkennung wichtigen Merkmalen unterscheiden.

Zellarme Knoten wachsen langsam, entwickeln in ihrer Umgebung viel Bindegewebe und wirken deshalb auf der Schnittfläche und im Röntgenbild strahlenförmig. Sie üben einen unterschiedlich starken Zug auf ihre Nachbarstrukturen aus, so daß sich die Brustwarze oder die Haut über dem Tumor abflacht oder einzieht und die Brust in fortgeschrittenen Fällen klein und hart wird.

Zellreiche Knoten dagegen entwickeln wenig Bindegewebe, sie wachsen durch Zellteilung rasch, sind knollig geformt und weniger strahlig, zerstören Blutgefäße und führen somit zu einem manchmal unklaren und ohne Gewalteinwirkung entstandenen Bluterguß in der Brust. Einen Sog auf die Umgebung üben sie kaum aus, sondern buckeln die Haut eher etwas vor und fixieren sie allenfalls.

Dergestalt ähneln sie Zysten und Fibroadenomen, mit denen sie auch verwechselt werden können, wenn man sie nicht zytologisch oder operativ untersucht, sondern sich nur auf Mammogramm und Sonogramm (Ultraschall) verläßt.

Neben diesen beiden Formen gibt es Tumoren, die sich vorwiegend in den Milchgängen ausbreiten (Milchgangskrebs). Typisch für diesen Tumortyp ist, daß er frühzeitig die Brustwarze einzieht, manchmal schon Monate bevor er tastbar wird. Obwohl dieser Krebstyp hauptsächlich in den Milchgängen wächst, sind Flüssigkeitsaustritt oder Blutungen aus dem Milchgang selten. Ca. 25 % dieser Tumoren verkalken und sind somit im Röntgenbild frühzeitig zu erkennen, noch bevor sich die Brustwarze einzieht oder sonstige Auffälligkeiten von der Frau bemerkt werden. Bei frühem mammographischem Nachweis ist eine Heilung also möglich.

Zwischen dem zellarmen sternförmigen, dem zellreichen knolligen und dem Milchgangskrebs mit und ohne Kalk finden sich zahlreiche Zwischenformen. Darüber hinaus gibt es Tumoren, die bevorzugt die Drüsenläppchen befallen (Läppchenkrebs oder lobuläres Karzinom), solche die zähflüssigen Schleim produzieren (Gallertkarzinom) und solche, die die Strukturen des Brustgewebes nachahmen (Adenokarzinom). Besondere Bedeutung hat der Paget-Krebs der Brustwarze, der dadurch entsteht, daß sich ein Milchgangskrebs bis in die Brustwarze vorarbeitet und in diese einwächst oder primär in der Warze entsteht. Diese feingeweblichen Tumorformen spielen im Heilungsverlauf eine nur untergeordnete Rolle. Entscheidender sind Tumorstadium und Abwehrkraft des Organismus. 

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