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IMZE - Institut für Mammadiagnostik

Brustentfernung

Frage:
Ich wende mich an Sie mit meinen Sorgen die meine Mutter betreffen. Es wurde bei ihr ein bösartiger Tumor festgestelt. Da ich in drei Wochen im Ausland heiraten werde, haben die Ärzte entschieden, eine Chemotherapie durchzuführen und anschließend die Brust zu entfernen (in ca. 6 Wochen). Hierbezüglich meine Fragen:

  1. Kann es zu einer Ausbreitung des Tumors während den 6 Wochen kommen?
  2. Wie groß sind die Heilungsschancen nach einer Brustentfernung?
  3. Wie sieht die Therapie nach der OP aus?

Ich hoffe, dass Sie mir auf meine Fragen antworten werden. Vielen Dank !

Antwort:
Normalerweise wird keine primäre/neoadjuvante Chemotherapie (Chemotherapie vor der Operation) durchgeführt, nur weil ein Familienangehöriger im Ausland weilt, sondern weil der Tumor lokal in der Brust relativ fortgeschritten ist (ohne in den Körper notwendigerweise gestreut zu haben!) und man ihn durch eine Chemotherapie so verkleinern möchte, dass man u.U. die Brust erhalten kann. Da bereits jetzt aber feststeht, dass die Brust nach der Chemotherapie entfernt werden soll, hat man aber vielleicht doch Ihretwegen einen besonderen Therapieweg eingeschlagen oder es handelt sich um einen besonderen Tumor, ein sog. inflammatorisches Karzinom, das eine Entzündung imitiert. Nun zu Ihren Fragen:

  1. Es ist ungewöhnlich, dass der Tumor während der Chemotherapie wächst. Im Gegenteil, man erwartet ja, dass er sich zurückbildet.
  2. Die Heilungschancen sind gut, wenn die Lymphknoten in der Achsel nicht befallen sind. Man muss also erst das OP-Ergebnis abwarten, wenn man hierzu eine Aussage machen möchte. Nach der Chemotherapie ist es nicht mehr möglich, die Achsellymphknoten hinsichtlich Metastasen eindeutig zu beurteilen, da sie durch die Behandlung unauffällig, also tumorfrei sein könnten. Die Diagnose muss also vor der Chemotherapie gesichert sein. Man entfernt dazu vor der Chemotherapie den so genannten Wächterlymphknoten (Sentinel-Verfahren), sichert die Diagnose und schließt dann die primäre Chemotherapie an. Aber das werden die Ärzte sicher richtig machen.
  3. Wie es nach der OP weitergeht hängt wiederum vom feingeweblichen Ergebnis ab. Entweder weiter Chemotherapie oder Hormonbehandlung mit oder ohne Strahlentherapie u.a.


Mehr kann ich Ihnen im Augenblick ohne Kenntnis der Gesamtsituation Ihrer Mutter nicht sagen, auf alle Fälle sind Hoffnungen gegeben. Aber ich weiß ja noch nicht einmal wie alt Ihre Mutter ist.

Mit freundlichen Grüßen

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