Zytologie/Pathologie
Innerhalb
des Interdisziplinären Mammazentrums
Esslingen (IMZE) arbeiten wir mit dem Institut für Pathologie des Klinikums
Esslingen eng zusammen. Sämtliche Feinnadelbiopsien und auch schwierige
zytologische Ausstrichpräparate werden dort hingeschickt. Bei Feinnadelbiopsien,
die wir vor 15 Uhr abliefern, erhalten wir am nächsten Tag zwischen 12 und 14
Uhr das feingewebliche Ergebnis, das dem Patienten und dem behandelnden Arzt
sofort mitgeteilt wird. Der behandelnde Arzt erhält eine Fax-Kopie, die
Patientin wird vom Arzt persönlich angerufen und das Ergebnis diskutiert und
evtl. weitere diagnostische oder therapeutische Schritte besprochen.
Eine enge
und schnelle Kooperation mit dem Institut für Pathologie ist eine wichtige
Voraussetzung für die gute Qualität des Mammadiagnostikers. Vor allem wird die angstbelastete
Wartezeit auf das feingewebliche Ergebnis (Histologie, Zytologie) für den
Patienten abgebaut.
Zelluntersuchung von Punktaten und
Sekretabsonderungen (Zytologie)
Zytologische Untersuchungen werden in
Deutschland immer seltener durchgeführt zugunsten von Feinnadelbiopsien mit histologischer Klärung des Befundes.
Feinnadelbiopsien (Synonym Stanzbiopsien, Core-Biopsien) sind diagnostisch
sicherer, allerdings auch aufwändiger und traumatisierender.
Wir führen
sowohl Feinnadelbiopsien, als auch Vakuumbiopsien (s. unten) jährlich bei etwa
500 Patientinnen durch, in den vergangenen 25 Jahren wurden annähernd 10 000
Biopsien durchgeführt.
Wir setzen
aber sehr häufig auch die Zytologie ein. Diese ist weniger traumatisierend.
Kleinere Veränderungen können so problemlos geklärt werden, wobei es wichtig
ist, ob eine Veränderung aus dem Formenkreis Zysten/fibrozystische Mastopathie
vorliegt oder eine Knotenbildung. Sofern es sich um einen festen Knoten
handelt, lässt sich zytologisch in vielen Fällen unterscheiden, ob der Knoten
gut- oder bösartig ist.
Aufgrund
der langjährigen Zytologie-Erfahrung von Prof. Barth ist dieser in der Lage,
das entnommene Zellmaterial sofort zu färben und anzusehen. In schwierigen
Fällen wird es dann noch weitergeleitet an das Institut für Pathologie.
Durch die
Sofortanalyse der Zellen ist es möglich, der Patientin schon vor Ort zu sagen,
ob es sich um einen gut- oder bösartigen Befund handelt. Gleiches gilt für
Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze, die sofort untersucht werden. Das
Ergebnis wird gleich mitgeteilt.
Die
Zytologie ist eine schnelle, wenig traumatisierende und wenig belastende
Methode, um Veränderungen abzuklären und ein bösartiges Geschehen
auszuschließen.
Punktiert
werden tastbare und nicht tastbare Knoten, die nur sonographisch oder
mammographisch sichtbar sind, aber auch alle auffälligen sonographischen
Befunde und natürlich auch tastbare Veränderungen, für die sich kein
sonographisches oder mammographisches Korrelat findet. Punktionen unter
kernspintomographischen Kontrollen werden in der Radiologischen Abteilung des
Klinikums Esslingen bei Prof. Krämer durchgeführt.
Die
Feinnadelpunktionen zur zytologischen Untersuchung sind nahezu schmerzlos.
Eine
örtliche Betäubung ist in aller Regel nicht erforderlich.
Letzte Änderung: 08.09.2008 17:39:56 Uhr